Schon seit über fünfundzwanzig Jahren sind Computer mein Hobby. Der Atari war mein ganzer Stolz und meine Schulkameraden haben mich um dieses Statussymbol der achtziger Jahre beneidet. Später folgte dann der „3-86er“, der als Vorläufer des damals noch leistungsstärkeren „4-86er“ schon gute Dienste getan hat. Mit stolzen 66 Megahertz schnurrte der nimmermüde Prozessor von morgens bis abends. Leider konnte man die seinerzeitigen Computerspiele nur in eingeschränktem Maße spielen und die Mäuse waren alles andere als ergonomisch geformt. Als einer der ersten konnte ich komplett das Excel-Programm beherrschen und als Mathefreak war nur ich in der Lage, die komplizierten Formeln zu programmieren. Mittlerweile ist die Handhabung des seit zwanzig Jahren ständig erweiterten und verbesserten Programms ein Kinderspiel. Ein Segen war für mich die Erfindung des Internets denn nichts kann einen Verrückten, dessen Hobby Computer sind, mehr erfreuen, als sich auf einem Hochleistungsgerät alle erdenklich neuen Proramme herunterzuladen, geschweige denn, an Online-Spielen teilzunehmen. Das beste sind die verschiedensten Communities und Foren, die ich regelmäßig besuche. Praktisch sind für mich die neuen Möglichkeiten, meine Reisen im Internet und am Computer selbst zusammenzustellen. Gäbe es keine Computer, müssten sie extra für mich erfunden werden. Meine Freunde und bekannten behaupten schon alle, ich sei ein Soziopath und müsste in Therapie bloß weil Computer mein Hobby sind. Dabei gibt e nun wirklich schlimmere Vertreter. Beispielsweise nutze ich die Nacht immer noch für Erholung und Schlaf und verharre nicht stundenlang und mit rot unterlaufenen Augen vor dem Bildschirm wie es so manch Jugendlicher tut. Aber ich bin ja auch mit meinen Computern aufgewachsen zeige kein Suchtverhalten. Denn selbst mir – obwohl Computer mein Hobby sind – wird es dann irgendwann mal zu langweilig und gehe dann meinem zweitliebsten Hobby nach – dem Reisen!
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